Erste Frühjahrswanderung zu Hechtsee und Gießenbachklamm

Erste Frühjahrswanderung zu Hechtsee und Gießenbachklamm

Die Vögel zwitschern schon um die Wette aber die Berge sind noch tief verschneit. Da bietet sich an einem sonnigen Frühlingstag die leichte Wanderung über den wunderschönen Hechtsee zur Gießenbachklamm an.

♥  Start- und Zielbahnhof: Kiefersfelden

♥  Rundwanderung-Länge: 11 km 

♥  Höhenmeter: 300 m 

  Dauer: 4 Stunden 

max. Höhe: 699 m

Einkehren: Ja

Hechtsee

Der Meridian Richtung Kufstein fährt stündlich am Holzkirchner Bahnhof in München ab. Ich steige in Rosenheim ein, dann geht es bis Kiefersfelden. Dort die Bahnhofstraße hinauf.

An der Ampel ist eine Gelateria mit sehr leckerem Eis. Ich gönn mir schon mal eine Kugel.

Weiter entlang der Bahnhofstraße, an urigen Häusern vorbei, und der Ausschilderung Richtung Hechtsee folgen. Es geht kurz bergauf. Auf der Anhöhe stosse ich auf die Straße zum Hechtsee. Hier folge ich einem kleinen Pfad links parallel zur Straße. Am Hechtsee-Parkplatz rechts halten und am Seebad vorbei.

TIP: Direkt am Ende der Einzäunung vom Seebad eine schmale Steigspur zum Wasser absteigen! Von hier dem Pfad knapp über dem Wasser folgen zu den schönsten Plätzchen am Hechtsee…

Kurz vor der Brücke paaren sich, wenn man Glück hat, gerade Hunderte von Fröschen mit lautem Gequake. Nach der Brücke folge ich dem Pfad nach rechts/Norden, wo es ab und zu stark nach Schwefel riechen kann. Das Schild am Wehrhäuschen klärt über die Ursache auf.

Wehrhäusl am Hechtsee

Es geht  Stufen neben einem kleinen Wasserfall hinunter zum Bach, über die Brücke und nun das Gleisbett des stillgelegten historischen Wachtlexpress entlang… Hier darf man nun nach Herzenslust auf den Schienen balancieren.

Paradies, Ortsteil von Schöffau

Nach 15 Minuten komme ich ins „Paradies“, das jedoch einen gar nicht so paradiesischen Eindruck macht. Ein paar Meter weiter erreiche ich das alte Wasserkraftwerk mit dem größten Wasserrad Bayerns. Es ist schon seit dem 15. Jahrhundert in Betrieb und versorgt noch immer an die 100 Haushalte mit Strom. Ein Schild warnt Unvernünfige die Finger reinzustecken.

Größtes Wasserrad Bayerns

Hier beginnt der vorerst breite Weg zur Gießenbachklamm. Am Klammeingang kann man einen Blick zwischen die engen Felsen werfen bevor es die 150 Stufen hinauf geht. Oben führt ein in den Felsen geschlagener und zum Abgrund hin mit Absturzsicherung versehener Weg durch die Klamm. Nach diesem spektakulären Wegstück öffnet sich das Tal und man könnte ab Mai in der Schopper-Alm einkehren. Tipp: An Hochsommernächten wird die Gießenbachklamm mit einer Lasershow illuminiert, was ein magisches Erlebnis verspricht.

GießenbachklammGießenbachklamm

Noch ist sie geschlossen, deshalb sind auch nur wenige Wanderer unterwegs.

Nun geht es über die überdachte Holzbrücke und die Almstraße hinauf bis rechts der Wanderweg Richtung Troyer abzweigt. Hier liegt noch Schnee. Immer wieder bietet sich ein Blick auf das prachtvoll verschneite Kaisergebirge.

Ab dem Troyer-Hof, dem ältesten Berg-Bauernhof Bayerns, der 500 v.Chr. gegründet wurde, geht es die Almstraße hinunter, die man bei Schnee auch rodeln könnte. Unten an der Straße kurz links und vorm Spiegel rechts abbiegen, über die Brücke und nun auf der anderen Bachseite zurück. Wegen eines Felssturzes wurde hier ein Damm aufgeschüttet. An dessen Ende entdecke ich den alten Eingang zu einem Bergwerk-Stollen. Hier haben sich während des 2. Weltkrieges die Menschen in Sicherheit gebracht oder versteckt. Später diente die Anlage zur Aufbewahrung von Sprengmaterial.

der „ewige Quell“ seit über 1000 Jahren

Es geht wieder über die Brücke und kurz die Straße hinauf zum Kurzenwirt, wo es zur Belohnung eine Brotzeit gibt. Über die Wiese zurück zum Bach und über die Brücke die zum Hechtsee führt, jedoch auf der anderen Bachseite dem schönen Bachweg entlang bis Kiefersfelden folgen.

Rundweg Länge: 11 km

Höhenmeter: 300 m

Dauer: 4 Stunden

max. Höhe: 699 m

Einkehren: Schopperalm , Kurzenwirt

Karte

Wanderungen ohne Auto in der näheren Umgebung:

  1. Lieblingsplatz: Tatzelwurm Wasserfälle
  2. Wanderung zum Hocheck, Kletterwänden und Grafenloch bei Oberaudorf
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Kiefersfelden Kiefersfelden Blick auf den Wilden Kaiser Ruheplatz am Hechtsee GießenbachklammGießenbachklamm

GießenbachklammGießenbachklamm

im Winter vom Troyerhof mit der Rodel
im Winter vom Troyerhof mit der Rodel…
Troyerhof
am Toyerhof, dem ältesten Bergbauernhof Bayerns
gesperrter Bergwerksstollen
gesperrter Bergwerksstollen
Stolleneingang
Stolleneingang
auf den Schienen des ehemaligen Wachtlexpress
auf den Schienen des ehemaligen Wachtlexpress
Kurzenwirt in Schöffau
Einkehr beim Kurzenwirt in Schöffau, Kiefersfelden

2 Replies to “Erste Frühjahrswanderung zu Hechtsee und Gießenbachklamm”

  1. Paysages remarquables ! Beautés de la Nature… Beauté naturelle au travers des âges !…

    Sabine Tiger ! Toujours aussi étonnante…avec du caractère…

    Merci à toi pour ton livre JACKY….

    Je pense souvent à toi.

    Rémy

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